Fähre auf Lake Kariba kentert – Dutzende Tote und Vermisste bei Schiffsunglück in Simbabwe

Bei einem schweren Schiffsunglück auf dem Lake Kariba im Norden Simbabwes sind mindestens 44 Menschen ums Leben gekommen. Die Fähre, die von Kariba zum Chalala-Fischereilager unterwegs war, kenterte am Mittwoch unter noch nicht vollständig geklärten Umständen bei rauen Wasserbedingungen. Wie lokale Medien berichteten, wurde unverzüglich eine Such- und Rettungsaktion eingeleitet, an der auch ein Hubschrauber beteiligt war.

Überlebende schilderten später panikartige Szenen, als das Boot plötzlich zu kippen begann. Viele Passagiere wurden ins eiskalte Wasser geschleudert und konnten sich nicht mehr an Bord festhalten. Die Strömung und die Entfernung zum Ufer erschwerten die Rettung erheblich. Zunächst hieß es, 15 Menschen seien gestorben und 27 vermisst. Inzwischen hat sich die Zahl der Toten jedoch deutlich erhöht.

Gedenkfeier für die Opfer

Am Donnerstag versammelten sich Hunderte Menschen zu einer Gedenkveranstaltung im betroffenen Gebiet, um den Opfern des Unglücks zu gedenken. Angehörige und Gemeindemitglieder trauerten gemeinsam über den Verlust von Familienmitgliedern, Freunden und Nachbarn. Die Behörden prüfen nun, ob Sicherheitsvorschriften verletzt wurden und ob das Schiff überlastet oder technisch mangelhaft war.

Das Unglück wirft erneut Fragen zur Sicherheit des öffentlichen Personenverkehrs in abgelegenen Regionen Simbabwes auf. Der Lake Kariba ist eine wichtige Verkehrsroute, doch viele dort eingesetzte Boote sind veraltet und schlecht gewartet. Lokale Beamte haben angekündigt, die Sicherheitsstandards für alle Schiffe auf dem See überprüfen zu lassen, um weitere Tragödien zu verhindern.

Quellen: AllAfrica – Southern Africa, Africanews EN