Die Familie des verstorbenen sambischen Präsidenten Edgar Chagwa Lungu hat vor dem Obersten Gerichtshof von Südafrika einen bedeutenden Rechtsstreit gewonnen. Das Gericht entschied, dass Lungu in Südafrika beigesetzt wird, was bedeutet, dass die sambische Regierung nicht in der Lage ist, seine Überreste für eine staatliche Beerdigung in Lusaka zurückzuholen.
Dieser Beschluss kommt ein Jahr nach dem Tod des ehemaligen Präsidenten und hat zu anhaltenden Spannungen zwischen der Regierung Sambias und Lungus Angehörigen geführt. Die Familie hatte argumentiert, dass die Bestattung in Südafrika den letzten Wünschen des ehemaligen Präsidenten entspreche. Zuvor hatte ein anderes Gericht entschieden, dass die Überführung seiner sterblichen Überreste nach Sambia erlaubt sei, doch das Oberste Gericht hob diese Entscheidung auf und gab der Familie den Vorzug.
Die Entscheidung hat in Sambia und darüber hinaus für Gesprächsstoff gesorgt, da sie Fragen zur nationalen Identität und zu den letzten Wünschen eines ehemaligen Staatsoberhauptes aufwirft. Das sambische Volk ist geteilter Meinung über die richtige Vorgehensweise, während sich die Regierung weiterhin mit der Situation auseinandersetzt.
Quellen: BBC News – World, AllAfrica – Latest