Frauen-Afrikameisterschaft in Marokko: Afrikanische Teams kämpfen um Weiterkommen

Marokko steht aktuell im Mittelpunkt des afrikanischen Frauenfußballs, da das Land die Women’s Africa Cup of Nations (Wafcon) 2026 ausrichtet. In den Stadien von Rabat, Casablanca und Marrakesch spielen zwölf Nationen um den Titel, aber auch um die Qualifikation für die nächste Runde. Besonders dramatisch ist die Lage für Südafrika und Kenia, deren Teams nach einer Niederlage im Eröffnungsspiel nun um ihren Turnierfortbestand kämpfen.

Südafrika und Kenia vor „Win-or-go-home“-Spielen

Die südafrikanische Nationalmannschaft Banyana Banyana verlor ihr Auftaktmatch gegen Tansania – eine unerwartete Niederlage, die den Druck auf Trainerin Desiree Ellis erhöht. Um im Rennen zu bleiben, muss das Team am Freitag die Elfenbeinküste besiegen. Ähnlich aussichtslos ist die Lage der kenianischen Harambee Starlets: Nach einer schwachen Startphase müssen sie am Donnerstag den favorisierten Gegner aus Senegal schlagen, um eine theoretische Chance auf das Achtelfinale zu bewahren.

Marokko als Gastgeber im Fokus

Als Gastgeber hat das marokkanische Team automatisch Startrecht und genießt im eigenen Land großes Interesse. Die Spiele im Olympiastadion von Rabat sind bis auf wenige Ausnahmen ausverkauft. Marokko hat in den letzten Jahren massiv in die Entwicklung des Frauenfußballs investiert – sowohl infrastrukturell als auch durch Förderprogramme. Die Austragung der Wafcon gilt als Meilenstein für die Gleichstellung im Sport.

Die Turnierleitung lobt die Organisation und Sicherheit in den Städten. Bislang gab es keine größeren Vorfälle, und die Stimmung in den Fanmeilen ist friedlich. Die Wafcon 2026 könnte langfristig dazu beitragen, den Frauenfußball im gesamten Maghreb weiter zu stärken.

Quellen: AllAfrica – South Africa, AllAfrica – Kenya