Gambia beginnt mit Entschädigungszahlungen an Opfer der Jammeh-Ära

Gambia hat am 23. April 2026 offiziell mit der Auszahlung von Entschädigungen an die Opfer von Menschenrechtsverletzungen aus der Zeit der Präsidentschaft von Yahya Jammeh begonnen. Diese Zahlungen sind Teil eines umfassenden Rehabilitationsprogramms, das darauf abzielt, die Folgen der schweren Vergehen, die zwischen 1994 und 2017 begangen wurden, zu mildern.

Die Entscheidung zur Auszahlung der Entschädigungen folgt auf die Empfehlungen der Wahrheits- und Versöhnungskommission, die 2019 ihre Arbeit abgeschlossen hat. Diese Kommission stellte fest, dass Tausende von Gambiern unter der Gewaltherrschaft Jammehs gelitten haben, wobei viele Opfer von Folter, willkürlichen Verhaftungen und anderen schweren Menschenrechtsverletzungen wurden.

Die ersten Zahlungen wurden an eine Gruppe von 123 Opfern geleistet, die in den letzten Jahren während der Anhörungen der Kommission ihre Geschichten geteilt hatten. Laut Regierungsangaben sollen in den kommenden Monaten weitere Zahlungen folgen, um das gesamte Spektrum der betroffenen Personen zu berücksichtigen.

Die Entschädigungen sind nicht nur eine Frage der finanziellen Wiedergutmachung, sondern auch ein Schritt in Richtung Gerechtigkeit und Heilung für die betroffenen Gemeinschaften. Menschenrechtsorganisationen begrüßen diesen Schritt als wichtiges Signal der Verantwortung und des Engagements der aktuellen Regierung für die Menschenrechte in Gambia.

Quellen: AllAfrica