Gewerkschaft fordert Gehaltsveröffentlichung bei Media24 – 126 Arbeitsplätze in Gefahr

Die südafrikanische Gewerkschaft Solidarity fordert von dem großen Medienunternehmen Media24 die vollständige Transparenz über die Gehälter der Unternehmensführung sowie detaillierte Finanzpläne. Dies als Reaktion auf Ankündigungen einer umfassenden Umstrukturierung, die laut Gewerkschaft bis zu 126 Stellen gefährden könnte. Solidarity argumentiert, dass nur bei Kenntnis der wirtschaftlichen Lage und der Vergütung der Führungskräfte beurteilt werden könne, ob Einschnitte gerechtfertigt seien.

Der Konzern, zu dem bekannte Zeitungen und Online-Portale gehören, hat bisher keine konkreten Details zu den geplanten Maßnahmen veröffentlicht. Die Gewerkschaft sieht darin einen Mangel an Mitbestimmung und kritisiert, dass Mitarbeiter über mögliche Entlassungen erst durch Gerüchte informiert wurden. Sie fordert ein sofortiges Treffen mit der Geschäftsleitung, um alternative Lösungen zu prüfen.

„Es ist untragbar, dass Manager hohe Gehälter beziehen, während gleichzeitig Arbeitsplätze gestrichen werden sollen“, erklärte ein Sprecher der Gewerkschaft. „Die Belegschaft hat ein Recht darauf, zu wissen, wie das Unternehmen wirtschaftlich dasteht.“ Die Auseinandersetzung wirft erneut ein Schlaglicht auf die Ungleichgewichte in der Vergütung innerhalb großer südafrikanischer Unternehmen und die zunehmende Unsicherheit im Medienbereich.

Quellen: AllAfrica – Southern Africa, AllAfrica – South Africa, AllAfrica – Business