Ein bahnbrechendes Forschungsprojekt in Tansania hat neue Einblicke in das Wanderungsverhalten der Kleinen Flamingos gewährt. Wissenschaftler des Daily News aus Arusha zufolge wurden zwei Vögel aus dem Lake Natron mit GPS-Tracking-Geräten ausgestattet, um ihre Bewegungen über Monate hinweg zu verfolgen. Die Daten bestätigten, dass die Flamingos regelmäßig zwischen Tansania und Kenia wechseln – eine wichtige Erkenntnis für den grenzüberschreitenden Naturschutz.
Der Lake Natron im Norden Tansanias ist einer der wichtigsten Brutplätze der bedrohten Art. Die nun gewonnenen Daten zeigen, dass die Vögel nicht nur lokal aktiv sind, sondern weite Strecken zurücklegen, um geeignete Lebensräume und Nahrungsquellen zu finden. Diese Erkenntnis unterstreicht die Notwendigkeit eines koordinierten Schutzes in beiden Ländern, insbesondere angesichts von Bedrohungen wie industrieller Entwicklung und Wasserverbrauch in der Region.
Die Forscher hoffen, dass die Ergebnisse der Studie politische Entscheidungsträger in Tansania und Kenia dazu bewegen, gemeinsame Schutzmaßnahmen zu stärken. Die GPS-Technologie ermöglicht es erstmals, präzise Wanderkorridore zu identifizieren und gezielte Schutzgebiete einzurichten. Damit könnte das Überleben der Kleinen Flamingos, die auf der Roten Liste der gefährdeten Arten stehen, nachhaltig gesichert werden.
Quellen: AllAfrica – Tanzania, AllAfrica – East Africa