Bei einem Grubenunglück im Distrikt Musanze in Ruanda sind am Dienstag sechs Frauen ums Leben gekommen. Wie örtliche Medien berichten, stürzte eine Erdgrube plötzlich ein, während die Frauen dort Boden für die Ziegelproduktion abbauten. Der Vorfall ereignete sich im Rahmen informeller Bergbauaktivitäten, die in der Region häufig von Kleinunternehmern und lokalen Arbeitern durchgeführt werden.
Die genauen Umstände des Einsturzes werden derzeit von den zuständigen Behörden untersucht. Augenzeugen berichteten von fehlenden Sicherheitsvorkehrungen an der Stelle, was auf mangelnde Regulierung im informellen Baustoffabbau hindeutet. Der Abbau von Ton und Erde für die Ziegelherstellung ist in vielen ländlichen Gebieten Ruandas eine verbreitete, oft unregulierte Tätigkeit, die vor allem von Frauen ausgeübt wird.
Die tragischen Todesfälle werfen erneut Fragen nach der Arbeitsplatzsicherheit im informellen Sektor auf. Die ruandische Regierung hat in den letzten Jahren Maßnahmen zur Formalisierung von Kleinbergbau und Baustoffgewinnung ergriffen, doch die Umsetzung vor Ort bleibt eine Herausforderung. Die Hinterbliebenen der Opfer fordern nun Aufklärung und besseren Schutz für Arbeiterinnen in ähnlichen Tätigkeiten.
Quellen: AllAfrica – East Africa, AllAfrica – Central Africa, AllAfrica – Business