Hitzerekorde in Algerien: Fast 50 Grad Celsius und massive Waldbrandgefahr

Über weite Regionen Algeriens legt sich derzeit eine extrem heiße Luftmasse, die Temperaturen von bis zu 49 Grad Celsius verursacht. Meteorologen sprechen von einer der heftigsten Hitzewellen der letzten Jahre, die große Teile Nordafrikas erfasst hat. Besonders betroffen sind die Gebiete entlang der Mittelmeerküste sowie die Vororte der Hauptstadt Algier, wo die Hitzeglocke tagelang anhält.

Stromausfälle und Notlagen in Städten

Die anhaltende Hitze belastet die ohnehin angeschlagene Strominfrastruktur des Landes massiv. Zahlreiche Gebiete meldeten in den vergangenen Tagen flächendeckende Stromausfälle, besonders in dicht besiedelten Vierteln, wo die Kühlung durch Klimaanlagen lebenswichtig ist. Bürger berichten von mehrstündigen Blackouts, die auch die Wasserversorgung beeinträchtigen, da Pumpstationen ausgefallen sind.

Waldbrände breiten sich rasant aus

Gleichzeitig kämpfen Feuerwehr und zivile Helfer gegen eine wachsende Zahl von Waldbränden, die durch die Trockenheit und die extremen Temperaturen begünstigt werden. In den Wäldern der Provinz Tizi Ouzou und in der Nähe von Boumerdès wurden mehrere Dörfer evakuiert. Die Behörden haben den Katastrophenmodus ausgerufen und um internationale Unterstützung gebeten, um die Feuer unter Kontrolle zu bringen.

Experten warnen vor weiteren Gesundheitsrisiken, besonders für ältere Menschen und Kinder. Die Regierung rief die Bevölkerung auf, sich tagsüber in kühlen Räumen aufzuhalten und ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Gleichzeitig werden temporäre Notunterkünfte mit Klimaanlagen in öffentlichen Gebäuden eingerichtet.

Quellen: FAZ Online