Hungerkatastrophe nach Überschwemmungen in Mosambik

Monatelange Überschwemmungen haben weite Teile Mosambiks verwüstet – und eine zweite, noch längere Katastrophe ausgelöst: den Hunger. Laut Berichten internationaler Hilfsorganisationen sind die landwirtschaftlichen Ernten in mehreren Provinzen fast vollständig ausgefallen, während wichtige Handelsrouten weiterhin blockiert sind. Tausende Familien befinden sich laut Al Jazeera in akuter Nahrungsmittelunsicherheit, insbesondere in den zentralen und nördlichen Regionen des Landes.

Die Überschwemmungen, die weite Flächen landwirtschaftlich genutzter Böden unter Wasser setzten, zerstörten nicht nur Mais, Maniok und Bohnen – Grundnahrungsmittel für die lokale Bevölkerung –, sondern machten auch Straßen und Brücken unpassierbar. Dies erschwert die Lieferung von Hilfsgütern erheblich. Lokale Behörden und humanitäre Akteure warnen vor einer sich verschärfenden humanitären Lage, besonders in isolierten Dörfern, die nur schwer zugänglich sind.

Die Regierung in Maputo hat bereits Hilfsmaßnahmen angekündigt, doch die Kapazitäten sind begrenzt. Internationale Geber und Organisationen wie das Welternährungsprogramm (WFP) rufen zu dringenden Spenden auf, um Nahrungsmittel, Trinkwasser und medizinische Versorgung sicherzustellen. Experten betonen, dass die Kombination aus klimabedingten Naturkatastrophen und prekären Infrastrukturen die Anfälligkeit Mosambiks für solche Krisen weiter erhöht.

Wettermodelle deuten auf eine zunehmende Häufigkeit extremer Regenereignisse in der Region hin – eine Entwicklung, die mit dem Klimawandel in Verbindung gebracht wird. Ohne langfristige Anpassungsstrategien, warnen Analysten, könnten solche Doppelschläge – zuerst Naturkatastrophe, dann Hunger – zur neuen Normalität werden.

Quellen: Al Jazeera English