ICC hört Forderungen nach Reparationen für Opfer von Ali Kushayb in Darfur

Am Internationalen Strafgerichtshof (ICC) in Den Haag fand am Montag eine entscheidende Anhörung statt, bei der die Umsetzung von Reparationen für die Opfer von Verbrechen in Darfur diskutiert wurde – Taten, die mit dem ehemaligen Anführer der Janjaweed-Milizen, Ali Kushayb, in Verbindung stehen. Kushayb war 2022 wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeklagt worden und hatte sich vor Gericht schuldig bekannt. Nun geht es darum, wie den Überlebenden gerecht wird.

Die rechtliche Vertretung der Opfer betonte vor Gericht, dass viele Betroffene mehr als 20 Jahre auf Anerkennung und Entschädigung gewartet hätten. „Es geht nicht nur um Geld, sondern um symbolische Anerkennung des Leids, Wiedergutmachung und Zugang zu Gesundheitsversorgung und psychosozialer Unterstützung“, erklärte ein Anwalt. Die genaue Form der Reparationen – ob individuell, kollektiv oder symbolisch – steht noch aus.

Parallel dazu lehnt die von den RSF unterstützte Übergangsregierung einen jüngsten UN-Bericht über Menschenrechtsverletzungen im Land ab und bezeichnet ihn als parteiisch. Sie wirft der Mission vor, Verbrechen der sudanesischen Streitkräfte (SAF) zu ignorieren. Die internationale Gemeinschaft bleibt jedoch aufgefordert, den Prozess beim ICC zu unterstützen, um langfristig Gerechtigkeit und Versöhnung in der Region zu fördern.

Quellen: Dabanga