IGAD plant verstärkte maritime Zusammenarbeit im Roten Meer von Dschibuti aus

Der Intergovernmental Authority on Development (IGAD) hat bei einer Ministerratssitzung in Dschibuti entschieden, die maritime Zusammenarbeit im Roten Meer und im Golf von Aden deutlich zu intensivieren. Hintergrund sind zunehmende militärische Spannungen und Sicherheitsrisiken für die internationale Schifffahrt, die die Handelsrouten der Region gefährden könnten.

Der IGAD-Rat der Außenminister warnte vor den Folgen einer sich verschärfenden militärischen Konkurrenz entlang der strategisch wichtigen Wasserstraßen. Dschibuti, aufgrund seiner Lage am Bab al-Mandab-Sund bereits Standort mehrerer ausländischer Militärbasen, spielt dabei eine zentrale Rolle bei der Koordination regionaler Sicherheitsinitiativen. Die Mitgliedsstaaten betonten die Notwendigkeit gemeinsamer Maßnahmen zum Schutz der Seewege, die für den regionalen und globalen Handel von entscheidender Bedeutung sind.

Experten sehen in der Initiative einen Schritt zur Stärkung der regionalen Eigenverantwortung in maritimen Sicherheitsfragen. Gleichzeitig bleibt abzuwarten, wie die Zusammenarbeit mit internationalen Akteuren wie der EU, den USA oder regionalen Marinestreitkräften konkret ausgestaltet wird.

Quellen: AllAfrica – East Africa