Die Internationale Organisation für Migration (IOM) hat am Mittwoch 56 äthiopische Migranten aus der Hafenstadt Bosaso in Puntland, Somalia, in ihre Heimat zurückgeführt. Unter den Rückkehrern befanden sich zehn Kinder, die allein und ohne Begleitung reisten. Der Vorgang erfolgte im Rahmen einer schnellen Rückführungsmaßnahme, die von der IOM koordiniert wurde.
Augenzeugen beschrieben eine trostlose Szene am Hafen, wo die Betroffenen in wartende Fahrzeuge verladen wurden, nachdem ihre Migrationsträume durch die Abschiebung zerschlagen wurden. Viele der Deportierten hatten versucht, über den Jemen und Saudi-Arabien in den Golfstaaten Fuß zu fassen, um dort Arbeit zu finden. Stattdessen kehrten sie nun in oft prekäre soziale und wirtschaftliche Verhältnisse zurück.
Die IOM betont, dass freiwillige Rückführungen unter menschenwürdigen Bedingungen erfolgen sollen, dennoch wirft der Fall erneut ein Schlaglicht auf die gefährlichen Migrationsrouten des Horns von Afrika. Tausende Äthiopier riskieren jährlich ihr Leben auf diesen Wegen, oft ausgelöst durch Armut, regionale Konflikte und fehlende Perspektiven in ihren Heimatregionen.
Die Rückführung unterstreicht die anhaltende Herausforderung für Äthiopien und die internationale Gemeinschaft, nachhaltige Lösungen für irreguläre Migration zu schaffen, die sowohl die Sicherheit der Migranten als auch die Bedürfnisse der Herkunfts- und Transitländer berücksichtigen.
Quellen: Radio Dalsan, AllAfrica – East Africa