Johannesburg: Streik bringt Müllabfuhr zum Erliegen – Arbeiter blockieren Pikitup-Depots

In Südafrikas größter Stadt Johannesburg ist die städtische Müllabfuhr infolge eines Arbeitskampfes massiv beeinträchtigt. Befristet beschäftigte Mitarbeiter des kommunalen Entsorgungsdienstleisters Pikitup blockierten am Dienstag mehrere Depots und verhinderten so den Einsatz von Müllfahrzeugen. Der Protest richtet sich gegen die ungleiche Behandlung von Leiharbeitern im Vergleich zu festangestellten Kollegen.

Die streikenden Arbeiter verlangen die Übernahme auf unbefristete Verträge sowie gleiche Löhne und Sozialleistungen. Nach Angaben der Gewerkschaft NUMAWUSA, die den Konflikt unterstützt, leisten viele der Beschäftigten seit Jahren dieselbe Arbeit wie Festangestellte, erhalten aber weniger Schutz und geringere Bezüge. Die Blockade hat bereits zur Ansammlung von Hausmüll in mehreren Stadtteilen geführt, was Gesundheitsbedenken auslöst.

Die Stadtverwaltung reagierte besorgt und kündigte an, Gespräche mit den Gewerkschaften aufzunehmen, um eine rasche Lösung zu finden. Gleichzeitig warnte sie vor möglichen Folgen für die öffentliche Hygiene, falls der Streik andauern sollte. In der Vergangenheit hatten wiederkehrende Streiks bei Pikitup bereits zu monatelangen Abfallentsorgungsproblemen geführt, die internationale Aufmerksamkeit erregten.

Quellen: GroundUp