Katastrophe am Sambesi: Umgekippter Fähranlegeplatz nahe sambischer Grenze fordert Dutzende Todesopfer

Eine schwere maritime Katastrophe erschüttert die Region entlang des Sambesi-Flusses: Eine Fähre kenterte am Sonntag bei schwerem Seegang nahe der Grenze zwischen Simbabwe und Sambia. Laut neuesten Angaben von Rettungskräften beträgt die Zahl der Todesopfer inzwischen mindestens 84. Die genaue Ursache wird noch untersucht, aber starke Winde und möglicherweise Überladung gelten als Hauptverdächtige.

Das Unglück ereignete sich in der Nähe des grenzüberschreitenden Kariba-Stausees, einer wichtigen Verkehrverbindung zwischen beiden Ländern. Berichten zufolge befanden sich viele der Passagiere auf dem Weg zu einer religiösen Zusammenkunft auf der sambischen Seite des Sees. Die Rettungsaktion wurde durch die abgelegene Lage und anhaltend schlechte Wetterbedingungen erschwert.

Grenzüberschreitende Hilfskräfte im Einsatz

Sambische und simbabwische Rettungsteams arbeiteten eng zusammen, um Überlebende zu bergen und die Leichen zu identifizieren. Militärboote und lokale Fischer wurden in die Suchaktion eingebunden. Bislang konnten mehrere Dutzend Menschen gerettet werden, doch viele werden noch vermisst.

Die Tragödie unterstreicht erneut die Sicherheitsmängel bei öffentlichen Transportmitteln in ländlichen Gebieten Südostafrikas. Experten fordern nun strengere Kontrollen und bessere Notfallpläne für Schiffsverkehr auf grenzüberschreitenden Gewässern. Die Regierungen beider Länder kündigten Trauerbekundungen und Untersuchungen an.

Quellen: Al Jazeera English