Die Kenya Bankers Association (KBA) hat sich entschieden gegen einen Vorschlag im Finanzgesetz 2026 ausgesprochen, der eine 16-prozentige Mehrwertsteuer (MwSt.) auf Gebühren für digitale Zahlungs- und Geldtransferplattformen einführen will. In einer Stellungnahme betont die KBA, dass die Einführung dieser Steuer die bereits erreichten Fortschritte in der finanziellen Inklusion und bei digitalen Zahlungsmethoden zurückwerfen könnte.
Die Bankiers warnen, dass die geplante Steuer nicht nur die Nutzer von Mobile Money-Diensten belasten würde, sondern auch die Unternehmen, die diese Dienstleistungen anbieten. Diese könnten gezwungen sein, ihre Gebühren zu erhöhen, was dazu führen würde, dass weniger Menschen Zugang zu diesen wichtigen Finanzdienstleistungen haben. Der Rückgang der Nutzung digitaler Zahlungen könnte zudem negative Auswirkungen auf die gesamte Wirtschaft haben, die zunehmend auf digitale Lösungen angewiesen ist.
Die KBA fordert die Regierung auf, die Auswirkungen dieser Steuer sorgfältig zu prüfen und alternative Wege zu finden, um die Steuerbasis zu erweitern, ohne die finanzielle Inklusion zu gefährden. Der Vorschlag wird von vielen als Schritt in die falsche Richtung angesehen, da Kenia als Vorreiter in der Nutzung von Mobile Money gilt.
Quellen: AllAfrica – East Africa, AllAfrica – Kenya