Kenia: Mediziner protestieren gegen US-Ebola-Plan

Die Kenya Medical Practitioners, Pharmacists and Dentists Union (KMPDU) hat eine 48-stündige Streikankündigung herausgegeben, um gegen die Pläne der Regierung zu protestieren, eine Ebola-Quarantäne- und Behandlungsstätte auf dem Laikipia Air Base einzurichten. Der Generalsekretär der KMPDU, Davji Bhimji Atellah, äußerte Bedenken über die Entscheidung und forderte die Regierung auf, die potenziellen Risiken für die öffentliche Gesundheit ernst zu nehmen.

Atellah argumentiert, dass die Errichtung eines solchen Zentrums die Gefahr birgt, dass Ebola-Fälle aus anderen Ländern nach Kenia eingeschleppt werden. Die KMPDU betont die Notwendigkeit, geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um die Bevölkerung vor dem Ebola-Virus zu schützen.

Die Bedenken wurden auch von der Law Society of Kenya (LSK) geteilt, die die Regierung aufforderte, den Vorschlag abzulehnen. Der Präsident der LSK warnte davor, dass die Einrichtung eines US-Zentrums auch die Verantwortung Kenias für den Schutz seiner Bürger infrage stellen könnte.

Die Diskussionen über den Ebola-Plan kommen zu einem kritischen Zeitpunkt, da die Region von Ebola-Ausbrüchen betroffen ist. Kenia hat sich jedoch verpflichtet, internationale Partner im Kampf gegen das Virus einzubeziehen, was zu Spannungen in der öffentlichen Debatte führt.

Quellen: AllAfrica – East Africa, AllAfrica – Kenya