Der kenianische Innenminister Kipchumba Murkomen hat eine umfassende landesweite Offensive gegen kriminelle Banden angekündigt. In einer Erklärung aus Nairobi wies Murkomen Polizei und Ermittler an, den Kampf gegen gewalttätige Jugendgangs und organisierte Kriminalität deutlich zu intensivieren. Er begründete die Maßnahme mit einem neuen gesellschaftlichen Konsens darüber, dass sogenannte ‚Goons‘ – gewaltbereite Schlägertrupps – konsequent bekämpft werden müssten.
Murkomen betonte, dass die Sicherheitskräfte nun alle verfügbaren Mittel nutzen sollen, um illegale Netzwerke aufzubrechen, die für Erpressung, Raubüberfälle und Straßenkriminalität verantwortlich gemacht werden. Die Ankündigung erfolgte vor dem Hintergrund wachsender öffentlicher Besorgnis über die Zunahme von Gewalt in städtischen Ballungsräumen, insbesondere in Slumgebieten der Hauptstadt Nairobi und anderen Großstädten.
Die Regierung sieht sich zunehmend unter Druck, wirksame Maßnahmen gegen die Kriminalität zu ergreifen, besonders im Vorfeld der Parlaments- und Präsidentschaftswahlen 2027. Murkomen betonte, dass die Bekämpfung von Gewalt und Korruption Teil einer umfassenderen Strategie zur Stärkung der Rechtsstaatlichkeit sei. Beobachter warnen jedoch vor möglichen Menschenrechtsverletzungen, wie sie bei früheren Polizeikampagnen aufgetreten waren.
Quellen: AllAfrica – East Africa, AllAfrica – Kenya