Kliniken in Sudan schließen wegen fehlender Hilfsgelder – Millionen ohne Zugang zu medizinischer Versorgung

Die humanitäre Gesundheitsversorgung im Sudan steht am Rande des Zusammenbruchs. Ärzte ohne Grenzen (Médecins Sans Frontières, MSF) warnt, dass die Schließung dutzender Kliniken aufgrund fehlender Finanzierung Millionen Menschen den Zugang zu medizinischer Grundversorgung raubt. Die verbleibenden Krankenhäuser seien überlastet und könnten die steigende Nachfrage nicht mehr bewältigen.

Laut MSF aus Amsterdam zwingen die finanziellen Engpässe humanitäre Organisationen dazu, ihre Programme einzustellen oder stark einzuschränken. Viele Patienten müssten nun weite, oft lebensgefährliche Strecken zurücklegen, um Behandlung zu erhalten – insbesondere Schwangere, Kinder und chronisch Kranke seien davon betroffen.

Gefährdete Fluchtwege und Überlastung

Die Schließung lokaler Kliniken verschärft nicht nur die gesundheitliche Notlage, sondern erhöht auch die Risiken entlang der Reisewege, da viele Gebiete weiterhin von bewaffneten Auseinandersetzungen betroffen sind. In einigen Regionen mussten bereits mobile Kliniken eingestellt werden, was besonders vertriebene und ländlich lebende Bevölkerungsgruppen hart trifft.

MSF appelliert an die internationale Gemeinschaft, die humanitären Mittel für den Sudan dringend aufzustocken. Ohne nachhaltige Finanzierung drohe ein vollständiger Kollaps des ohnehin geschwächten Gesundheitssystems.

Quellen: AllAfrica – Latest, France 24 – Africa