Kongo suspendiert Universitätsbetrieb in von M23 kontrollierten Gebieten

Die Regierung der Demokratischen Republik Kongo hat den universitären und parauniversitären Betrieb in allen öffentlichen Hochschulen und Bildungseinrichtungen eingestellt, die sich in Gebieten befinden, die unter der Kontrolle der Rebellenallianz AFC/M23 stehen. Betroffen sind insbesondere Einrichtungen in den ostkongolesischen Provinzen Nord- und Süd-Kivu, wo bewaffnete Auseinandersetzungen und instabile Sicherheitslagen seit Monaten andauern.

Laut einer offiziellen Mitteilung soll die Maßnahme die Sicherheit von Studierenden, Lehrenden und Bildungspersonal gewährleisten. Zudem werde verhindert, dass die Rebellengruppen Hochschuleinrichtungen für politische Propaganda oder zur Rekrutierung nutzen könnten. Der Schritt unterstreicht erneut die fortschreitende Erosion staatlicher Autorität in Teilen Ostkongos, wo die M23 trotz internationaler Vermittlungsbemühungen weiterhin große Territorien kontrolliert.

Die Aussetzung des Unterrichts trifft zahlreiche Studierende, deren Bildungswege erneut unterbrochen werden. Humanitäre Organisationen warnen vor langfristigen Folgen für die Bildungsinfrastruktur und die Chancengleichheit im Land. Internationale Partner rufen zu dringenden diplomatischen Lösungen auf, um eine Normalisierung der Lage in den betroffenen Regionen zu ermöglichen.

Quellen: AllAfrica – Central Africa