Liberia führt entschlossenen Kampf gegen Drogenhandel – Gleichbehandlung und institutionelle Reform gefordert

Die liberianische Regierung steht im Fokus einer umfassenden Anti-Drogen-Kampagne, nachdem in jüngster Zeit eine beispiellose Menge an Kokain beschlagnahmt wurde. Senator Amara M. Konneh aus Gbarpolu County appellierte an Präsident Joseph Nyuma Boakai, diese Gelegenheit zu nutzen, um ein dauerhaftes, institutionell verankertes System zur Bekämpfung des Drogenhandels zu schaffen. Ohne starke Institutionen, erfolgreiche Strafverfolgung und die Zerschlagung krimineller Netzwerke würden bloße Verhaftungen und Vernichtungen von Drogen langfristig wenig bewirken, warnte Konneh.

Justizminister und Generalstaatsanwalt Cllr. N. Oswald Tweh bekräftigte diesen Ansatz und versicherte, die Regierung werde unerbittlich gegen Drogenhändler und deren Netzwerke vorgehen. Der Kampf solle jedoch stets auf der Grundlage starker Institutionen, glaubwürdiger Beweise und der Rechtsstaatlichkeit erfolgen. Präsident Boakai betonte zudem, dass niemand aufgrund politischer Zugehörigkeit, Reichtum oder Einfluss vor Strafverfolgung geschützt sei – ein klares Signal gegen selektive Justiz.

Gleichzeitig forderte der Nationale Muslimrat von Liberia eine gerechte und nicht diskriminierende Vorgehensweise im Rahmen des Drogenkriegs. Die Behörden müssten alle Personen unabhängig von ihrer religiösen oder sozialen Zugehörigkeit gleich behandeln, sofern belastbare Beweise vorlägen. Kritik kommt auch aus der Zivilgesellschaft: Der nigerianische Menschenrechtsanwalt Femi Falana kritisierte die vormalige Regierung unter Ex-Präsident George Weah scharf und warf ihr vor, die Drogenkriminalität geduldet und demokratische Institutionen geschwächt zu haben.

Quellen: Liberian Observer