Bei einem Luftangriff des nigerianischen Militärs auf einen Markt im Dorf Jilli im Bundesstaat Yobe sind nach Angaben von Amnesty International mehr als 100 Zivilisten getötet worden. Das Militär bestätigte den Angriff, der sich gegen mutmaßliche Terroristen richten sollte, gab jedoch an, dass es sich um einen Fehlschlag gehandelt habe.
Lokale Medien berichten, dass der Markt zum Zeitpunkt des Angriffs voller Menschen war, die ihre täglichen Einkäufe erledigten. Viele der Opfer seien Frauen und Kinder gewesen. Amnesty International fordert eine umfassende Untersuchung des Vorfalls und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.
Der Vorfall hat erneut Diskussionen über die Taktik des nigerianischen Militärs im Kampf gegen Terrorgruppen wie Boko Haram entfacht. Menschenrechtsorganisationen kritisieren regelmäßig die hohe Zahl ziviler Opfer bei Militäreinsätzen in der Region.
Quellen: FAZ Online, BBC News – World, The Guardian – World