Die Bevölkerung Malawis muss sich erneut auf weitreichende Stromausfälle einstellen, nachdem das nationale Stromnetz infolge eines technischen Defekts im Nkula-Hydroelektrizitätswerk einen erheblichen Erzeugungsverlust erlitten hat. Wie Energiebehörden mitteilten, fehlen aktuell 42 Megawatt (MW) an Leistung – eine Lücke, die in den Abendstunden bei Spitzenlast auf bis zu 83 MW anwächst.
Das Nkula-Kraftwerk am Shire-Fluss ist eine der zentralen Säulen der malawischen Stromversorgung. Der neuerliche Ausfall verschärft die ohnehin fragile Energieversorgung des Landes, das seit Jahren unter strukturellen Engpässen leidet. Experten befürchten, dass die wiederkehrenden Unterbrechungen Wirtschaft, Gesundheitswesen und Haushalte schwer belasten werden.
Die staatliche Energiegesellschaft Escom hat bereits damit begonnen, rotierende Abschaltungen einzuführen, um die Last gleichmäßiger zu verteilen. Gleichzeitig wird an kurzfristigen Reparaturmaßnahmen gearbeitet, während langfristige Investitionen in die Modernisierung der Wasserkraftanlagen dringend notwendig erscheinen. Bürger werden aufgefordert, Energie zu sparen, insbesondere in den Hochlastzeiten zwischen 18 und 22 Uhr.
Quellen: AllAfrica – Southern Africa, AllAfrica – Business