Die politische Spannung in Malawi steigt, nachdem der Menschenrechtsaktivist Sylvester Namiwa, Exekutivdirektor der Centre for Democracy and Economic Development Initiatives (CDEDI), am Donnerstag verhaftet wurde. Die Organisation hat nun eine dringende öffentliche Kampagne zur Freilassung ihres Leiters gestartet und appelliert an die Behörden, Namiwa nicht das Wochenende hinter Gittern verbringen zu lassen.
Namiwa wird vorgeworfen, falsche Nachrichten verbreitet und Handlungen begangen zu haben, die geeignet sind, die öffentliche Ordnung zu stören. Die Anklagepunkte wurden von Kritikern als vage und politisch motiviert bezeichnet. Am Freitagmorgen zeigten zwei führende Oppositionspolitiker, Peter Kabambe und Atupele Muluzi, ihre Solidarität mit dem Inhaftierten, indem sie gemeinsam die Lingadzi-Polizeistation in Lilongwe aufsuchten. Ihr Besuch wurde als symbolische Geste gegen politische Repression gewertet.
Die Festnahme von Namiwa wirft erneut Fragen zur Meinungsfreiheit und zum Umgang der Behörden mit zivilgesellschaftlichen Akteuren in Malawi auf. CDEDI ist bekannt für ihre kritische Haltung gegenüber staatlichen Entscheidungen und hat in der Vergangenheit mehrfach Missstände in der öffentlichen Verwaltung und bei der Ressourcenverteilung aufgedeckt. Menschenrechtsorganisationen warnen vor einer Eskalation und fordern die Regierung auf, die Anklage fallenzulassen und den Aktivisten unverzüglich freizulassen.
Quellen: AllAfrica – Southern Africa, Nyasa Times