Malawi: Parlamentsuntersuchung zum Flugzeugabsturz erhält widersprüchliche Sichtweitenberichte

Die parlamentarische Untersuchung zum verheerenden Flugzeugabsturz im malawischen Chikangawa-Wald Anfang Juni 2026 hat neue Brisanz gewonnen. Ein ehemaliger Leiter der nationalen Wetterstation hat vor dem Ausschuss ausgesagt, dass die Sichtbedingungen am Morgen des Unglücks ausreichend gewesen seien, um eine sichere Landung des Militärflugzeugs am Flughafen von Mzuzu zu ermöglichen.

Das Flugzeug, eine CASA C-212, stürzte am 10. Juni 2026 ab, nachdem es bei starkem Nebel im Chikangawa-Wald die Kontrolle verloren hatte. Bei dem Unfall kamen Vizepräsident Saulos Chilima und acht weitere Insassen ums Leben. Seitdem wird intensiv über die Ursachen des Unglücks debattiert – insbesondere, ob der Start bei den Wetterbedingungen gerechtfertigt war.

Die Aussage des Meteorologen steht im Widerspruch zu früheren offiziellen Wetterberichten, die extrem eingeschränkte Sichtweiten gemeldet hatten. Die neue Zeugenaussage könnte darauf hindeuten, dass menschliches Versagen oder Fehlentscheidungen bei der Freigabe des Fluges eine Rolle gespielt haben. Die Untersuchungskommission prüft nun, ob die Flugfreigabe unter Missachtung von Sicherheitsprotokollen erteilt wurde.

Die Regierung unter Präsident Lazarus Chakwera hat eine umfassende Aufklärung versprochen. Der Absturz hat nicht nur tiefe Trauer, sondern auch politische Unruhe ausgelöst. Die Ergebnisse der Untersuchung könnten weitreichende Konsequenzen für die Luftfahrtbehörden und militärischen Kommandostellen haben.

Quellen: AllAfrica – Latest, AllAfrica – Southern Africa