Malawi sieht Anstieg von Hexerei-Killings und Straflosigkeit

Malawi steht vor einer wachsenden Krise, da die Vorwürfe von Hexerei zu einer besorgniserregenden Zunahme von Gewalttaten gegen ältere Menschen führen. Berichten zufolge sind in den letzten Monaten mehrere Menschen ums Leben gekommen, nachdem sie der Hexerei beschuldigt wurden. Diese Attentate sind nicht nur grausam, sondern verdeutlichen auch die Versäumnisse der Regierung in Bezug auf Rechtsschutz und soziale Sicherung.

Die Menschenrechtsorganisationen warnen, dass die Zunahme solcher Vorfälle wie eine „tickende Zeitbombe“ wirkt, die das soziale Gefüge Malawis gefährdet. Die Schwäche der Justiz und das Fehlen wirksamer Maßnahmen zur Bekämpfung dieser Gewalttaten erschweren eine angemessene Reaktion auf die wachsende Bedrohung.

In vielen ländlichen Gebieten Malawis sind es häufig ältere Frauen, die wegen vermeintlicher Hexerei angegriffen werden. Diese Übergriffe sind häufig von einem tief verwurzelten Aberglauben und einer patriarchalen Gesellschaft geprägt, die Frauen als Sündenböcke betrachtet. Die Regierung ist gefordert, Maßnahmen zu ergreifen, um die Sicherheit dieser vulnerablen Gruppen zu gewährleisten und das Vertrauen in das Justizsystem wiederherzustellen.

Quellen: Mail & Guardian (SA)