Seit der offiziellen Erklärung eines nationalen Ausbruchs von Mpox am 4. Juli hat sich die Krankheit in Guinea-Bissau weiter ausgebreitet, wobei mehr als die Hälfte der betroffenen Personen Kinder sind. Wie lokale Gesundheitsbehörden mitteilen, wurden bis Ende August 46 Verdachtsfälle registriert, was besondere Sorge um die vulnerablen Bevölkerungsgruppen auslöst.
Der erste bestätigte Fall war eine 27-jährige Frau, deren Diagnose knapp zwei Wochen vor der offiziellen Alarmstufe auftrat. Seitdem hat sich das Virus offenbar unentdeckt verbreitet, insbesondere in ländlichen und unterversorgten Regionen des Landes. Experten warnen, dass fehlende Testkapazitäten und ein schwaches Gesundheitssystem die Kontrolle der Epidemie erschweren könnten.
Die Tatsache, dass so viele Kinder infiziert sind, ist besonders alarmierend, da Mpox bei jungen Menschen schwerere Verläufe haben kann. Internationale Hilfsorganisationen arbeiten eng mit den lokalen Behörden zusammen, um Aufklärungskampagnen zu starten, Kontaktverfolgung zu verbessern und medizinisches Personal auszubilden. Gleichzeitig wird an der Beschaffung von Schutzausrüstung und Isolationsmöglichkeiten gearbeitet.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) beobachtet die Lage in Westafrika mit großer Aufmerksamkeit, da Mpox in mehreren Ländern wiederholt aufgetreten ist. In Guinea-Bissau könnte die Epidemie ein Zeichen dafür sein, dass das Virus in der Region zunehmend endemisch wird – was langfristige Maßnahmen zur Stärkung des öffentlichen Gesundheitswesens erforderlich macht.
Quellen: The Guardian – World