Der namibische Minister für Justiz und Arbeitsbeziehungen, Wise Immanuel, hat am Dienstag im Nationalversammlung von Windhoek betont, dass gleichgeschlechtliche Ehen nach geltendem Recht in Namibia weiterhin nicht anerkannt sind. Die Aussage fiel im Rahmen einer parlamentarischen Debatte, in der rechtliche Aspekte der Ehegesetzgebung diskutiert wurden.
Immanuel verwies auf das bestehende Eheregister und das Familiengesetzbuch, die eine Ehe als Bündnis zwischen einem Mann und einer Frau definieren. „Namibisches Recht sieht aktuell keine rechtliche Grundlage für die Anerkennung gleichgeschlechtlicher Ehen vor“, erklärte der Minister. Er fügte hinzu, dass jede Änderung umfassende gesellschaftliche Konsultationen und parlamentarische Debatten erfordere.
Die Stellungnahme kommt zu einer Zeit, in der Menschenrechtsorganisationen verstärkt auf die Rechte von LGBTQ+-Personen in Südliches Afrika aufmerksam machen. In Namibia bleibt die rechtliche und gesellschaftliche Situation für lesbische, schwule, bisexuelle und queere Menschen jedoch angespannt, da neben der Eheschließung auch andere Formen der rechtlichen Anerkennung fehlen.
Quellen: AllAfrica – Latest, AllAfrica – Southern Africa