Neue Studie bestätigt: Meretneith war Königin im alten Ägypten

Vor mehr als 5.000 Jahren lebte im alten Ägypten eine bemerkenswerte Persönlichkeit: Meretneith, auch als Merneith bekannt. Laut einer neuen Studie könnte sie nicht nur eine einflussreiche Adlige gewesen sein, sondern tatsächlich als regierende Königin über das vereinte Ägypten geherrscht haben. Die Forschungsergebnisse, die in The Conversation Africa vorgestellt wurden, werfen neues Licht auf die Rolle von Frauen in der frühesten Phase der ägyptischen Geschichte.

Meretneith wird als mögliche Tochter von Djer, dem dritten König der Ersten Dynastie, vermutet. Diese Epoche markiert die Zeit, in der Ägypten erstmals als geeintes Reich unter zentraler Herrschaft stand. Bemerkenswert ist ihr eigenes königliches Grab in Abydos, einem der wichtigsten archäologischen Fundorte des Landes, das ursprünglich nur für Pharaonen vorbehalten war. Die Größe und Ausstattung ihres Grabes deuten stark darauf hin, dass sie nicht nur als Gemahlin oder Mutter eines Herrschers, sondern als Herrscherin in eigener Sache anerkannt wurde.

Zwar fehlen klare schriftliche Dokumente, die ihren Titel als „König“ eindeutig belegen, doch archäologische Befunde wie Siegelabrollungen mit ihrem Namen in königlichem Kontext stützen diese These. Experten sehen in Meretneith eine Pionierin weiblicher Herrschaft – lange vor bekannteren Figuren wie Hatschepsut. Die Studie unterstreicht, dass Geschlechterrollen im alten Ägypten komplexer waren, als lange angenommen.

Quellen: AllAfrica – North Africa, AllAfrica – Egypt