Die sudanesische Armee steht erneut im Zentrum schwerer Anschuldigungen: Laut neu veröffentlichten Geheimdokumenten soll die Streitmacht unter Führung von General Abdel Fattah al-Burhan ein gezieltes Programm zur Entwicklung und zum Einsatz chlorbasierter Waffen betrieben haben. Die Unterlagen, die von einer unabhängigen Nachrichtenagentur aus Nairobi analysiert wurden, enthalten bislang detaillierteste Hinweise auf die Herstellung chemischer Munition in militärischen Einrichtungen innerhalb des Landes.
Die mutmaßlichen Waffen sollen in mehreren konkreten Einsätzen während der andauernden Kämpfe zwischen der sudanesischen Armee (SAF) und der rivalisierenden Rapid Support Forces (RSF) eingesetzt worden sein. Augenzeugen und lokale Ärzte berichteten wiederholt über Symptome, die auf chemische Reizstoffe hinweisen – darunter Atemnot, Augenreizungen und Bewusstlosigkeit bei Zivilisten in Konfliktgebieten.
Internationale Empörung und Forderungen nach Untersuchung
Die Enthüllungen stoßen international auf scharfe Kritik. Menschenrechtsorganisationen und Diplomaten fordern eine sofortige, unabhängige Untersuchung durch die Vereinten Nationen oder den Internationalen Strafgerichtshof. Der Einsatz chemischer Waffen verstößt gegen internationales humanitäres Recht und könnte als Kriegsverbrechen gewertet werden.
Bisher hat die sudanesische Militärführung die Vorwürfe nicht offiziell kommentiert. Experten warnen jedoch, dass die Verbreitung solcher Technologien die Eskalationsdynamik des seit 2023 andauernden Bürgerkriegs weiter verschärfen könnte. Die internationale Gemeinschaft wird aufgefordert, Druck auf alle Konfliktparteien auszuüben, um weitere Verstöße gegen das Völkerrecht zu verhindern.
Quellen: AllAfrica – Latest, AllAfrica – East Africa