Die Super Falcons, mehrfache afrikanische Meisterinnen, haben erstmals seit über drei Jahrzehnten die Qualifikation für die FIFA-Frauen-Weltmeisterschaft verpasst. Nach einer enttäuschenden Viertelfinalniederlage gegen Kamerun bei der WAFCON im vergangenen Jahr konnte das Team die erhoffte Wende nicht schaffen und unterlag am Donnerstag im entscheidenden Playoff-Spiel Südafrika.
Die Niederlage bedeutet, dass Nigeria nicht an der WM 2027 teilnehmen wird – ein historischer Rückschlag für einen bislang dominierenden Akteur im afrikanischen Frauenfußball. Südafrika und Ghana haben sich stattdessen für eine interkontinentale Qualifikationsrunde zur Weltmeisterschaft qualifiziert. Der Verband hatte auf eine Wiederholung der bisherigen Erfolge gehofft, doch die jüngste Leistung offenbart strukturelle und taktische Herausforderungen.
Die Super Falcons nahmen seit 1991 an jeder Frauen-Weltmeisterschaft teil und erreichten mehrfach das Achtelfinale. Der Ausfall 2027 wirft Fragen zur Entwicklung des Frauenfußballs in Nigeria auf. Experten fordern nun eine tiefgreifende Reform der Nachwuchsarbeit, bessere Infrastruktur und stärkere Unterstützung durch den nigerianischen Fußballverband, um künftig wettbewerbsfähig zu bleiben.
Quellen: Premium Times Nigeria, BBC News – Africa