Nigerianische Drogenfahndung beschlagnahmt Kokain in Fufu versteckt auf Boot nach Kamerun

Die National Drug Law Enforcement Agency (NDLEA) hat bei einer Razzia in der südlichen Region Nigerias 42,622 Kilogramm Kokain beschlagnahmt, das in Fufu versteckt war – einem weit verbreiteten afrikanischen Brei aus gemahlenem Maniok oder Mais. Die Drogen wurden auf einem Boot entdeckt, das sich auf dem Weg nach Kamerun befand. Bei der Aktion wurden drei Männer festgenommen, die für den Schmuggel verantwortlich sein sollen.

Der Fund verdeutlicht erneut die kreativen Methoden, die Drogenhändler nutzen, um internationale Grenzen zu überwinden. Die Verwendung von Lebensmitteln wie Fufu zur Tarnung von Drogen ist ein zunehmendes Problem in Westafrika, wo transnationale Drogenringe oft regionale Handelsrouten und informelle Transportwege nutzen. Die NDLEA betonte, dass die Sicherheitsbehörden ihre Überwachung an Flüssen und kleineren Häfen verstärken werden, um illegale Transporte zu unterbinden.

Nigeria fungiert sowohl als Transit- als auch als Konsumland für Drogen, insbesondere Kokain aus Südamerika, das über westafrikanische Küstenländer nach Europa weitergeschleust wird. Die Behörden warnen vor der wachsenden Verflechtung zwischen lokalen kriminellen Netzwerken und internationalen Kartellen. Der aktuelle Fund stellt eine bedeutende Einheit dar und könnte Hinweise auf größere Schmuggelstrukturen liefern, die nun weiter untersucht werden.

Quellen: Premium Times Nigeria