Nigerias Präsident Bola Tinubu hat Mitte 2026 eine umfassende Executive Order unterzeichnet, die darauf abzielt, die Aufsicht über die digitale Wirtschaft des Landes zu harmonisieren. Die Maßnahme reagiert auf einen zunehmend fragmentierten regulatorischen Rahmen, da virtuelle Vermögenswerte immer mehr die Grenzen zwischen traditionellen Währungen, Geld, Rohstoffen und Wertpapieren verwischen. Wie aus einer gemeinsamen Analyse hervorgeht, soll die Ordnung die Koordination zwischen den verschiedenen Finanzaufsichtsbehörden verbessern.
Kritik von Rechtsexpertin
Trotz dieser Bemühungen weist die renommierte Finanzrechtsexpertin Iwa Salami auf erhebliche Lücken hin, insbesondere im Umgang mit Kryptowährungen. In einem Beitrag für The Conversation Africa betont sie, dass die neue Regelung zwar einen Schritt in Richtung klarerer Zuständigkeiten darstelle, aber keine verbindlichen Vorschriften für den Umgang mit dezentralen digitalen Assets enthalte. Besonders kritisch sei, dass Plattformen, die außerhalb Nigers operieren, weiterhin kaum reguliert seien.
Unsicherheit für Investoren und Nutzer
Ohne klare rechtliche Rahmenbedingungen bleibt das Risiko von Betrug, Markmanipulation und Geldwäsche hoch. Gleichzeitig fehlt es an Schutzmechanismen für Privatanleger. Salami fordert daher eine spezifische gesetzliche Grundlage, die nicht nur technologieneutral ist, sondern auch internationale Standards berücksichtigt. Ohne diese Anpassungen könnte Nigeria seine Position als Fintech-Hub Westafrikas langfristig gefährden.
Quellen: AllAfrica – West Africa, AllAfrica – Nigeria, AllAfrica – Business