Oprah Winfrey schließt ihre Schule für Mädchen in Südafrika

Die US-amerikanische Medienmogulin Oprah Winfrey wird ihre weit über die Grenzen Südafrikas bekannte Privatschule für benachteiligte Mädchen schließen. Die Oprah Winfrey Leadership Academy for Girls in Henley-on-Klip, südlich von Johannesburg, soll demnach offiziell an die südafrikanischen Behörden zurückgegeben werden. Dies gab die BBC unter Berufung auf aktuelle Erklärungen der 72-Jährigen bekannt.

Winfrey, die die Schule 2007 nach jahrelanger Planung und einem Investitionsvolumen von über 40 Millionen US-Dollar eröffnete, begründete den Schritt mit einem strategischen Wandel ihres Bildungskonzepts. Statt in eine einzelne Institution zu investieren, will sie künftig ein breiter angelegtes Stipendienprogramm für Mädchen in ganz Südafrika und Teilen Afrikas unterstützen. Dies ermögliche es, mehr jungen Frauen Zugang zu qualitativ hochwertiger Bildung zu verschaffen.

Die Schule nahm seit ihrer Eröffnung Tausende Schülerinnen auf und galt als Vorzeigeprojekt weiblicher Bildung in Afrika. Kritiker hatten in der Vergangenheit jedoch auch immer wieder auf Verwaltungsprobleme und interne Kontroversen hingewiesen. Mit der Umstellung auf ein dezentraleres Fördermodell reagiert Winfrey vermutlich auch auf die sich wandelnden Anforderungen an Bildungshilfe im globalen Süden.

Trotz der Schließung bleibt Winfreys Engagement für Bildung in Südafrika unverändert groß. Ihre Stiftung wird auch weiterhin zahlreiche Bildungsinitiativen fördern, insbesondere im Bereich der Mädchenschulbildung und beruflichen Qualifizierung.

Quellen: BBC News – Africa