Während seines Besuchs in der westlichen Stadt Bamenda, dem Zentrum des separatistischen Konflikts in Kamerun, hat Papst Leo XIV. eine kraftvolle Botschaft der Einheit und des Friedens überbracht. Der Pontiff sprach sich gegen die anhaltende Gewalt aus, die in den anglophonen Regionen des Landes herrscht, und bezeichnete die Situation als eine der am meisten vernachlässigten humanitären Krisen der Welt.
In seiner Ansprache an die Versammelten im Präsidentschaftspalast forderte Papst Leo XIV. die Regierung und die Gesellschaft auf, Korruption zu bekämpfen und echte Veränderungen herbeizuführen, um Frieden zu finden. „Ein Land, das von Korruption geplagt ist, kann nicht in Frieden leben“, sagte er. Diese Aussagen kommen in einem Moment, in dem Kamerun mit einem seit Jahren andauernden Konflikt konfrontiert ist, der Tausende von Menschenleben gefordert hat und viele weitere in die Flucht getrieben hat.
Der Papst appellierte an die internationale Gemeinschaft, sich nicht von den Konflikten und den Tyrannen, die die Welt plagen, ablenken zu lassen. Er betonte, dass die Milliarden, die in Kriege investiert werden, besser in Gesundheit und Bildung fließen sollten. Diese Botschaft fand in Bamenda, wo die Spannungen zwischen den anglophonen und frankophonen Regionen des Landes stark spürbar sind, besonderen Widerhall.
Quellen: BBC News, Africanews, France 24