Präsident Museveni fordert stabile Märkte für industrielle Entwicklung Ugandas

Präsident Yoweri Museveni hat erneut die entscheidende Rolle stabiler Märkte für die industrielle Entwicklung Ugandas hervorgehoben. In einer aktuellen Ansprache argumentierte er, dass das Land über ausreichende Rohstoffe für die Agroindustrie verfüge, doch ohne verlässliche Nachfrage bleibe die Produktion zögerlich.

‚Produktion folgt der Nachfrage‘, betonte Museveni und plädierte dafür, Landwirten langfristige Absatzgarantien zu bieten. Nur so könnten Investitionen in die Verarbeitung von Agrarprodukten wie Mais, Soja und Cashew geschaffen werden. Der Präsident sieht darin den Schlüssel zur Schaffung von Arbeitsplätzen und zur Reduzierung der Abhängigkeit von Importen.

Steueranpassungen zur Unterstützung der Wirtschaft

Unterstützt wird seine Agenda vom Finanzminister Henry Musasizi, der die geplanten Anpassungen im Einkommensteuer- und Verbrauchsteuergesetz begrüßte. Die vorgeschlagenen Änderungen am Income Tax (Amendment) Bill 2026 und Excise Duty (Amendment) Bill 2026 sollen laut Musasizi die Steuerlast gerechter verteilen und gleichzeitig wirtschaftswachstumsfördernd wirken – etwa durch eine Neuregelung der Besteuerung von Casinogewinnen und Plastikprodukten.

Experten sehen in der Kombination aus Marktstimulierung und gezielter Steuerpolitik einen möglichen Hebel für strukturelle Entwicklung. Kritiker warnen jedoch vor unzureichender Umsetzung und Korruption, wie jüngste Berichte über finanzielle Unregelmäßigkeiten in staatlichen Krankenhäusern zeigen.

Quellen: AllAfrica – East Africa, AllAfrica – Business