Kenias Präsident William Ruto hat am Dienstag die Ausweitung staatlicher Bildungsförderung angekündigt und damit ein ehrgeiziges Programm zur Finanzierung der Hochschulbildung für alle zugelassenen Studierenden vorgestellt. In einer Rede betonte Ruto, dass kein begabter Schüler aufgrund der finanziellen Situation seiner Familie auf ein Hochschulstudium verzichten solle. Das Programm soll sicherstellen, dass alle Kenianer, die die Zulassungskriterien erfüllen, künftig kostenlos an Universitäten und Fachhochschulen des Landes studieren können.
Die Maßnahme ist Teil einer umfassenderen Bildungsreform, die unter Rutos Regierung verfolgt wird, um den Zugang zu qualitativ hochwertiger Bildung zu demokratisieren. Bisher mussten Studierende in Kenia Studiengebühren zahlen oder sich auf Stipendien oder Darlehen verlassen, die oft nicht ausreichten. Die Regierung plant, die Kosten über die staatlichen Bildungshaushalte und möglicherweise internationale Bildungspartnerschaften zu finanzieren. Experten sehen darin einen möglichen Meilenstein für soziale Gerechtigkeit und wirtschaftliche Entwicklung.
Ruto betonte, dass Bildung die wichtigste Investition in die Zukunft des Landes sei. „Wir bauen nicht nur Klassenzimmer, wir bauen das menschliche Kapital, das Kenia braucht, um wettbewerbsfähig zu sein“, so der Präsident. Die Reaktionen auf die Ankündigung waren gemischt: Während viele Bürger und Bildungsexperten die Initiative begrüßten, äußerten einige Bedenken hinsichtlich der finanziellen Tragfähigkeit und der Kapazitäten der bestehenden Hochschuleinrichtungen.
Quellen: AllAfrica – East Africa, AllAfrica – Kenya