Presseunion von Liberia fordert rechtliche Schritte gegen Regierung

Die Press Union of Liberia (PUL) hat rechtliche Schritte gegen die Regierung eingeleitet, nachdem diese ohne Belege behauptet hatte, liberianische Medien würden Gelder aus Drogenkartellen beziehen. Die PUL fordert, dass die Behörden ihre schweren Anschuldigungen entweder mit Beweisen untermauern oder sich öffentlich entschuldigen.

Die Mitglieder der PUL haben ihre Führung beauftragt, Anwälte einzuschalten, um angemessene rechtliche Schritte einzuleiten. In einer Erklärung betonte die Organisation, dass die pauschalen Vorwürfe die Glaubwürdigkeit der gesamten Presse untergraben und die Pressefreiheit gefährden. ‚Beschuldigungen dieser Tragweite dürfen nicht leichtfertig in den Raum gestellt werden‘, hieß es in der Stellungnahme.

Die Anschuldigungen fielen in einen größeren Kontext, der einen Drogenschmuggelskandal betrifft, bei dem bereits Polizeibeamte verurteilt wurden. Die Regierung hatte indirekt angedeutet, dass auch Journalisten in das Netzwerk verstrickt seien, ohne konkrete Hinweise zu liefern. Die PUL warnt vor einer gezielten Diskreditierung unabhängiger Berichterstattung und fordert Transparenz.

Quellen: Liberian Observer, AllAfrica – West Africa