Puntland beschuldigt somalische Bundesregierung nach Gefechten in Galkayo

Der Präsident der autonomen Region Puntland, Said Abdullahi Deni, hat am Mittwoch die somalische Bundesregierung beschuldigt, hinter den rivalisierenden Streitkräften zu stehen, die in heftige Gefechte mit lokalen Sicherheitskräften in der zentral-somalischen Stadt Galkayo verwickelt waren. Die Kämpfe brachen an der östlichen Stadtgrenze aus, wo Puntland-Sicherheitskräfte auf Mitglieder der Puntland Security Force (PSF) trafen, die laut Puntland-Behörden von der Bundesregierung unterstützt werden.

Deni betonte, die militärische Reaktion sei notwendig gewesen, um die territoriale Integrität und Sicherheit der Region zu verteidigen. Die Operation habe eine „klare Botschaft“ an alle gesendet, die die Stabilität Puntlands untergraben wollten. Die Auseinandersetzungen werfen erneut die Frage nach der Machtverteilung zwischen der Zentralregierung in Mogadischu und den autonomen Regionen auf, insbesondere im Hinblick auf Kontrolle über Sicherheitskräfte und strategische Gebiete.

Die Spannungen zwischen Puntland und der Bundesregierung haben sich in den letzten Monaten verschärft, unter anderem wegen Streitigkeiten über Ressourcen, politische Repräsentation und die geplante Verfassungsreform. Die jüngsten Kämpfe könnten die ohnehin fragile Zusammenarbeit zwischen den beiden Seiten weiter belasten und das Risiko einer weiteren Eskalation erhöhen.

Quellen: AllAfrica – Latest, AllAfrica – East Africa