Ugandische Reisimporteure haben schwere Vorwürfe gegen eine mächtige Lobby aus Brokern und staatlichen Beamten erhoben. Wie der Independent aus Kampala berichtet, soll ein undurchsichtiges System zur Vergabe von Importgenehmigungen dazu genutzt werden, das Geschäft mit Reis in die Hände weniger Akteure zu legen – zulasten ehrlicher Händler.
Die Beschwerden richten sich insbesondere gegen enge Verbindungen zwischen privaten Vermittlern und Mitarbeitern des Ministeriums für Handel, Industrie und Genossenschaften. Die Betroffenen behaupten, dass echte Marktteilnehmer systematisch von der Vergabe der notwendigen Lizenzen ausgeschlossen würden, während befreundete Broker bevorzugt behandelt würden.
Diese Praxis gefährde nicht nur faire Wettbewerbsbedingungen, sondern könne auch langfristig die Lebensmittelpreise und -verfügbarkeit im Land beeinträchtigen. Der ugandische Reismarkt ist stark importabhängig, weshalb Transparenz bei Zulassungen entscheidend für die Versorgungssicherheit ist. Bislang hat sich die Regierung noch nicht offiziell zu den Vorwürfen geäußert.
Quellen: AllAfrica – East Africa, AllAfrica – Business