Tunesien leidet unter einer extremen Hitzewelle, die Temperaturen in Teilen des Landes auf bis zu 48 Grad Celsius steigen ließ. Die Dürre und die anhaltende Hitze haben die Wasserversorgung schwer getroffen – besonders Mineralwasser wird knapp. Zahlreiche Regionen melden Unterbrechungen in der Strom- und Wasserversorgung, während Behörden die Bevölkerung auffordern, ihren Verbrauch zu reduzieren.
Präsident Kaïs Saïed hat die Versorgungsengpässe am Mittwoch bei einer Krisensitzung im Präsidentenpalast von Karthago thematisiert. Laut offiziellen Angaben nahmen Premierministerin Sarra Zaâfrani Zenzri, der Minister für öffentliche Arbeiten und Wohnbau sowie kommissarische Minister für Industrie, Bergbau und Energie, Salah Zouari, und Agrarminister Ezzeddine Ben Cheikh an dem Treffen teil. Saïed bezeichnete die wiederholten Störungen in Strom- und Wassernetzen als „vorsätzliche Sabotageakte“, ohne konkrete Täter zu benennen.
Die Behörden warnen vor weiteren Belastungen für die Infrastruktur, insbesondere in städtischen Zentren wie Tunis und Sousse. Experten verweisen auf die langfristigen Auswirkungen des Klimawandels, der sich in Nordafrika besonders stark bemerkbar macht. Gleichzeitig wächst die Sorge in der Bevölkerung über die Versorgungssicherheit in den kommenden Wochen, besonders während der anhaltenden Sommermonate.
Quellen: FAZ Online, AllAfrica – North Africa