Der einflussreiche Religionsführer Apostle Clifford Kawinga von der Organisation Salvation for All Ministries International hat eine dringende Warnung an die Landwirte Malawis gerichtet: Angesichts der erwarteten Auswirkungen des El Niño-Klimaphänomens müsse die Abhängigkeit von regengebundener Landwirtschaft beendet und verstärkt auf Bewässerungssysteme umgestellt werden.
Kawinga betonte, dass wiederkehrende Dürren und unregelmäßige Niederschläge die nationale Ernährungssicherheit massiv gefährdeten. Eine Umstellung auf moderne, bewässerte Anbaupraktiken könne helfen, Missernten zu verhindern und die Nahrungsmittelproduktion stabil zu halten. Besonders Kleinbauern, die über 80 Prozent der landwirtschaftlichen Produktion stellen, seien durch klimatische Extremereignisse besonders verwundbar.
Seine Appelle stoßen in Fachkreisen auf Zustimmung. Agrarexperten weisen darauf hin, dass nur ein geringer Teil der landwirtschaftlich nutzbaren Flächen Malawis derzeit bewässert werden könne. Langfristig sei jedoch eine massive Investition in Infrastruktur wie Kanäle, Pumpen und Wasserspeicher notwendig. Internationale Partner haben bereits Programme zur Förderung klimaresistenter Landwirtschaft gestartet, doch die Umsetzung vor Ort bleibt eine Herausforderung. Apostle Kawingas Intervention unterstreicht die wachsende Rolle religiöser Akteure bei der Sensibilisierung für Klimarisiken in ländlichen Gemeinschaften.
Quellen: AllAfrica – Latest, AllAfrica – Southern Africa