Rivalität zwischen Glencore und Mercuria um kritische Rohstoffe in Guinea verschärft sich

Der internationale Wettstreit um kritische Rohstoffe erreicht neue Intensitätsgrade – mit Guinea als einem zentralen Schauplatz. Laut dem Africa Report vom 14. September 2026 rücken die Handelsgiganten Glencore und Mercuria immer stärker in Konkurrenz, um strategisch wichtige Mineralexporte aus dem westafrikanischen Land zu sichern. Bisher vor allem auf Erdöl und Gas fokussiert, erweitern beide Unternehmen nun ihre Aktivitäten massiv in den Bergbausektor, insbesondere in Länder mit hohem Potenzial für seltene Erden, Eisen- und Aluminiumerze.

Guinea verfügt über die weltweit größten Bauxitvorkommen – dem Ausgangsmaterial für Aluminium – sowie bedeutende Lagerstätten an Eisenerz und anderen strategischen Rohstoffen. Diese Ressourcen gewinnen angesichts der Energiewende und der Nachfrage nach grüner Technologie zunehmend an geopolitischer Bedeutung. Beide Unternehmen bemühen sich um langfristige Partnerschaften mit lokalen Akteuren und Infrastrukturprojekte, um Transport- und Exportkapazitäten auszubauen.

Experten sehen in diesem Wettlauf nicht nur eine wirtschaftliche, sondern auch eine strategische Auseinandersetzung. Während Glencore auf etablierte Netzwerke setzt, agiert Mercuria oft flexibler und risikobereiter bei Vertragsabschlüssen. Die guineische Regierung könnte von diesem Interesse profitieren, sofern sie transparente Rahmenbedingungen schafft und die Einnahmen zur Entwicklung des Landes nutzt.

Quellen: The Africa Report