Ruanda führt schulische Aktivstunde für Sport, Kunst und Debatten ein

Ab dem nächsten akademischen Jahr wird der Schlussakt des Schultags in Ruanda eine neue Bedeutung erhalten. Die letzten 90 Minuten des Unterrichts werden künftig nicht mehr ausschließlich klassischen Fächern vorbehalten sein, sondern stattdessen strukturierten Freizeit- und Bildungsaktivitäten wie Sport, Musik, Tanz, Debatten, Lesen, praktischen Experimenten und Führungsübungen.

Diese Reform zielt darauf ab, das Konzept einer ganzheitlichen Bildung zu stärken und den Schülern neben fachlichem Wissen auch soziale, emotionale und körperliche Kompetenzen zu vermitteln. Das Programm fördert laut Bildungsbehörden kritisches Denken, Teamarbeit und kreative Entfaltung – Fähigkeiten, die als entscheidend für die Entwicklung junger Menschen im 21. Jahrhundert gelten.

Die Initiative wurde bereits von Pädagogen und Elternverbänden begrüßt, die seit Jahren eine stärkere Balance zwischen akademischem Druck und persönlicher Entwicklung fordern. Experten sehen in der Maßnahme einen weiteren Schritt in Ruandas ambitioniertem Bildungsmodernisierungsprogramm, das bereits digitale Integration und Lehrplanreformen umfasst.

Quellen: AllAfrica – East Africa, AllAfrica – Central Africa