Ein führender ruandischer Onkologe warnt vor einer besorgniserregenden Entwicklung: Magenkrebs wird in Ruanda immer häufiger auch bei jungen Erwachsenen diagnostiziert. Bisher galt die Erkrankung als typisch für fortgeschrittenes Alter, doch neue Daten zeigen einen Anstieg bei Patienten unter 40 Jahren.
Der Arzt rät die Bevölkerung dringend, bei Symptomen wie anhaltenden Bauchschmerzen, Verdauungsstörungen oder unerklärlichem Gewichtsverlust frühzeitig einen Arzt aufzusuchen. Eine frühzeitige Diagnose erhöhe die Heilungschancen erheblich, betont er. Hintergründe für den Anstieg könnten Ernährungsumstellungen, Lebensstilfaktoren oder genetische Veranlagungen sein, doch seien weitere Studien nötig.
Gleichzeitig betont der Experte, dass das Gesundheitssystem auf die Herausforderung reagieren müsse. Dazu gehöre eine stärkere Aufklärung, bessere Zugänge zu Screening-Programmen und die Sensibilisierung von Ärzten für das Phänomen. Magenkrebs bleibe eine der häufigsten Todesursachen bei Krebserkrankungen im Land – umso wichtiger sei eine proaktive Prävention.
Quellen: AllAfrica – East Africa, AllAfrica – Central Africa