Beim jüngsten Gipfeltreffen der Südlichen Afrikanischen Entwicklungsgemeinschaft (SADC) hat der neu ernannte Vorsitzende, Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa, klare Signale in Richtung internationaler Partner gesendet: Die wirtschaftlichen Sanktionen gegen Simbabwe müssen endlich aufgehoben werden. Der Gipfel bekräftigte erneut die regionale Solidarität mit Harare und nannte die Sanktionen ein Hindernis für Stabilität und wirtschaftliche Entwicklung im gesamten südlichen Afrika.
Die SADC, die 16 Mitgliedstaaten umfasst, vertritt die Ansicht, dass externe Sanktionen – insbesondere solche aus den USA und der EU – ungerechtfertigt seien und die Fortschritte Simbabwes behinderten. Der Gipfel forderte eine „koordinierte regionale Agenda“ sowohl zur Bewältigung von Migrationsthemen als auch zur Wiederherstellung fairer Handelsbeziehungen. Ramaphosas Amtsübernahme stärkt dabei Südafrikas diplomatische Vorreiterrolle in der Region.
Simbabwe leidet seit Jahren unter wirtschaftlichen Schwierigkeiten, die von Inflation, Währungsinstabilität und begrenztem Zugang zu internationalen Finanzmärkten geprägt sind. Die Regierung in Harare argumentiert seit Langem, dass die Sanktionen wesentlich zur Krise beitragen. Mit der erneuten Unterstützung durch die SADC erhält Simbabwe neue diplomatische Rückendeckung – doch ob dies zu konkreten Änderungen bei den Geberländern führt, bleibt abzuwarten.
Quellen: AllAfrica – Southern Africa, AllAfrica – Latest