Samuel Eto’o unterstützt FIFA-Präsident Infantino in Weltmeisterschafts-Kontroverse

Samuel Eto’o, Präsident des Kamerunischen Fußballverbandes (FECAFOOT), hat FIFA-Präsident Gianni Infantino öffentlich Unterstützung zugesichert, während dieser zunehmend unter Druck gerät wegen seines Plans, kommerzielle Anteile an der Organisation der Fußball-Weltmeisterschaft zu privatisieren. Die Initiative, die darauf abzielt, Investoren stärker in die WM-Ausrichtung einzubinden, löste Besorgnis bei vielen nationalen und kontinentalen Verbänden aus – besonders in Afrika.

Eto’o rief die afrikanischen Fußballverbände dazu auf, sich hinter Infantino zu stellen und dessen Vision für eine globalisierte und finanziell nachhaltigere WM zu unterstützen. In einer Stellungnahme betonte er, dass solche Reformen notwendig seien, um den Entwicklungsländern besseren Zugang zu Großveranstaltungen zu ermöglichen und die wirtschaftliche Abhängigkeit von traditionellen Machtzentren im Weltfußball zu verringern.

Die Kritik am sogenannten „Sell-off“-Plan richtet sich vor allem gegen mögliche Kommerzialisierungsaspekte, die das sportliche Fundament der WM gefährden könnten. Dennoch argumentiert Eto’o, dass strukturelle Veränderungen unumgänglich seien, wenn afrikanische Nationen künftig häufiger Gastgeber großer Turniere werden wollten. Kamerun selbst hatte 2021 die Afrikameisterschaft ausgerichtet – ein logistisch herausforderndes Unterfangen, das infrastrukturelle Lücken offenbarte.

Signalwirkung für Afrika

Eto’os Rückendeckung für Infantino könnte auch als strategischer Schritt gedeutet werden, um Einfluss innerhalb der FIFA-Führung zu stärken. Als ehemaliger Weltklasse-Stürmer und nunmehr Funktionär verfolgt er eine ambitionierte Agenda, die sowohl sportliche als auch geopolitische Dimensionen umfasst. Seine Position könnte für andere afrikanische Verbände wegweisend sein, die zwischen Skepsis gegenüber globalen Geschäftsmodellen und dem Wunsch nach größerer Teilhabe schwanken.

Quellen: Africanews EN