Schwere Überschwemmungen verschärfen humanitäre Krise im Blue Nile Staat

Im Blue-Nile-Staat im Südosten Sudans verschärfen anhaltende Starkregenfälle und Überschwemmungen die humanitäre Krise für Tausende Binnenvertriebene. In der Stadt Dämazin und umliegenden Gebieten sind zahlreiche Flüchtlingslager und Notunterkünfte überflutet, was die Lebensbedingungen der ohnehin vulnerablen Bevölkerung weiter verschlechtert. Die Überschwemmungen haben Infrastruktur beschädigt, Lager für Hilfsgüter zerstört und die Verbreitung von Wasserkrankheiten begünstigt.

Die Lage wird durch den andauernden bewaffneten Konflikt zwischen der sudanesischen Armee (SAF) und den Rapid Support Forces (RSF) weiter verschärft, der seit April 2023 Millionen Menschen zur Flucht gezwungen hat. Die humanitären Organisationen vor Ort berichten von unzureichender medizinischer Versorgung, Nahrungsmittelknappheit und fehlenden Notunterkünften. Die Wetterbedingungen erschweren zudem die Lieferung von Hilfsgütern, da viele Straßen unpassierbar geworden sind.

Die Vereinten Nationen und lokale Hilfsorganisationen warnen vor einer Eskalation der Gesundheitskrise, besonders in den überfüllten Lagern, wo Cholera und Malaria bereits weit verbreitet sind. Trotz dringenden Handlungsbedarfs bleibt die internationale Reaktion auf die Katastrophe begrenzt. Die Kombination aus Naturgewalt und anhaltendem Krieg führt zu einer der schlimmsten humanitären Situationen in der Region.

Quellen: AllAfrica – East Africa, AllAfrica – Latest