In Somalia droht einer wachsenden Zahl von Menschen eine humanitäre Katastrophe: Sechs Millionen Einwohner – etwa ein Drittel der Bevölkerung – leiden laut aktuellen Angaben unter akutem Hunger. Davon sind fast zwei Millionen Kinder in einem Zustand schwerster Mangelernährung, wie aus Berichten der Vereinten Nationen und der medizinischen Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) hervorgeht.
Die Lage verschärft sich durch eine andauernde Dürre, regionale Konflikte und einen drastischen Rückgang internationaler Hilfsgelder. MSF warnte gegenüber RFI, dass die internationale Gemeinschaft handeln müsse „bevor es zu spät ist“. In vielen Gebieten fehlen grundlegende Versorgungsstrukturen, Krankenhäuser sind überlastet, und Nahrungsmitteltransporte werden durch unsichere Straßenverhältnisse behindert.
Experten bezeichnen die Krise als eine der schlimmsten Ernährungskatastrophen weltweit. Die Kombination aus Klimakrise und instabilen politischen Verhältnissen erschwert nachhaltige Hilfe. Ohne dringende finanzielle und logistische Unterstützung befürchten Hilfsorganisationen einen weiteren Anstieg der Todesfälle, insbesondere unter Säuglingen und Kleinkindern.
Quellen: AllAfrica – Latest, AllAfrica – East Africa, Africanews EN