Senegal vereinbart neues Kreditprogramm mit dem IWF über 2,2 Milliarden US-Dollar

Senegal und der Internationale Währungsfonds (IWF) haben am Dienstag eine Einigung über ein neues dreijähriges Finanzhilfeprogramm in Höhe von 2,2 Milliarden US-Dollar bekanntgegeben. Das gab die Finanzinstitution in einer offiziellen Mitteilung bekannt. Das Programm zielt darauf ab, die makroökonomische Stabilität des westafrikanischen Landes zu stärken, die öffentlichen Finanzen zu konsolidieren und die wirtschaftliche Resilienz zu verbessern.

Der neue Kredit kommt nach einer vorübergehenden Aussetzung eines früheren Abkommens im Jahr 2024, nachdem bei einer Prüfung ungemeldete Schulden in der staatlichen Bilanz entdeckt wurden. Diese Transparenzlücke hatte internationale Partner verunsichert und zu einer vorübergehenden Einstellung der Finanzhilfen geführt. Der aktuelle Deal setzt daher auch auf verbesserte Schuldenberichterstattung und eine stärkere Haushaltsdisziplin.

Der IWF betonte, dass die wirtschaftspolitischen Reformen im Rahmen des Programms auf die Verbesserung der Steuereinnahmen, die Effizienz der öffentlichen Ausgaben und die Förderung privater Investitionen abzielen. Zudem sollen soziale Schutzprogramme ausgebaut werden, um die am stärksten betroffenen Bevölkerungsgruppen zu unterstützen.

Senegal, das sich in den letzten Jahren zu einem wichtigen Wirtschaftsstandort in Westafrika entwickelt hat, sieht sich jedoch weiterhin mit steigendem Schuldenaufkommen und externen wirtschaftlichen Unsicherheiten konfrontiert. Das IWF-Programm soll als Vertrauenssignal für weitere internationale Investoren und Geber dienen.

Quellen: Africanews EN