Sierra Leone unter Druck: Entwicklungshilfe der Niederlande in Frage gestellt

Die niederländische Regierung hat angekündigt, die Entwicklungshilfe für Sierra Leone zu überprüfen. Hintergrund ist die Flucht des verurteilten Drogenbosses Bolle Jos, der sich offenbar in dem westafrikanischen Land niedergelassen hat. Die niederländischen Behörden sehen darin ein Versagen der Sierra-Leonischen Regierung, die Sicherheit zu gewährleisten und Kriminellen das Leben zu erleichtern.

In den letzten Jahren hat die Niederlande regelmäßig finanzielle Mittel für Entwicklungsprojekte in Sierra Leone bereitgestellt, um das Land bei seiner wirtschaftlichen und sozialen Stabilisierung zu unterstützen. Nun wird jedoch überlegt, diese Hilfe zu streichen, wenn die Regierung in Freetown nicht mehr für die Verfolgung von Kriminalität sorgt. Der Fall von Bolle Jos, der zu den meistgesuchten Kriminellen in Europa zählt, könnte somit weitreichende Konsequenzen für die bilateralen Beziehungen zwischen den beiden Ländern haben.

Die Diskussion über die Entwicklungshilfe wird vor dem Hintergrund der globalen Bemühungen um eine bessere internationale Zusammenarbeit und die Bekämpfung von Drogenkriminalität geführt. Die niederländische Regierung hat außerdem verdeutlicht, dass sie sich nicht länger mit Ländern solidarisieren kann, die sich nicht aktiv an der Bekämpfung von internationalem Verbrechen beteiligen.

Quellen: FAZ Online